![]() |
![]() |
![]() |
1. Berlin-Brandenburger Seminar der Wissenschaftsglasbläser
19. 11. 2004
Es ist nicht wahr, es ist eigentlich das zweite Treffen, das von mir im Institut für Festkörperphysik der TU Berlin initiiert wurde. Im Jahr der politischen Wende 1989 trafen sich schon einmal hier, voller Hoffnung auf eine positive Zukunft, ca. 35 Glasapparatebauer aus der damals noch geteilten Stadt Berlin. Das nicht alle Hoffnungen erfüllt sind ist uns heute mehr als bewusst. Dennoch ist es nach 15 Jahren an der Zeit, weiter nach vorne zu schauen. Viele Kollegen, vor allem junge, wünschen den Austausch mit den Kollegen, das ist umso verständlicher, da selbst zentrale Glasbläsereien in Forschungseinrichtungen auf ein bis zwei Glasapparatebauer reduziert wurden. Die Verbindung und den Gedankenaustausch zwischen den glasblasenden Menschen aller Gewerke zu beflügeln, das ist die vorderste Aufgabe des Verbands der Deutschen Glasbläser, auch deshalb dieses Seminar.
Wir begannen um14.00 Uhr mit einem vorgeschalteten Gedankenaustausch der Wissenschaftsglasbläser der Berlin-Brandenburger Forschungseinrichtungen. Hier ist vor allem die knappe personelle Ausstattung ein Thema gewesen, als auch die oftmals zu geringe Mittelausstattung wie auch die Schwierigkeit bei Investitionen.
Um 15.00 Uhr treffen die 30 Teilnehmer wohl gelaunt ein. Danach Begrüßung der Gäste an der Technischen Universität Berlin durch den Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät II, Prof. Thomsen. Es folgt die Begrüßung der Gäste durch den 1.Vorsitzenden des Verbands Deutscher Glasbläser, Konstantin Kraft und durch den 1. stellv.Vorsitzenden des VDG, Norbert Zielinski. 15.30 Uhr: Herr F. Zgoda, LMTB Berlin, hält einen Vortrag über die Einwirkung von Infrarot- und UV-Strahlung auf das menschliche Auge. Hier wird klar, welchen Belastungen der Glasbläser ausgesetzt ist, aber auch, dass die Frage nach den Grenzwerten noch weiter einer Klärung bedarf. Im Anschluss berichtete Norbert Zielinski über die geplanten Aktivitäten zur Verbesserung der Arbeitsbrille. In der nachfolgenden Diskussion erläuterte Dr. Loth , Arbeitsmediziner und Betriebsarzt an der TU Berlin, dass die gemeldeten und anerkannten Fälle, die sich auf den Katarakt oder Glasbläser-Star ( Trübung der Augenlinse ) beziehen, äußerst gering sind. Hier konnte Norbert Zielinski bestätigen, dass nach seinen aktuellen Recherchen ca. ein Dutzend Meldungen aus allen Berufen die Berufsgenossenschaft erreicht. .Die Anerkennung liegt im einstelligen Bereich. Hier muss erwähnt werden, dass die Trübung der Augenlinse mit fortschreitendem Alter bei jedem, auch ohne berufliche Belastung, eintreten kann. Nach einer ausgiebigen Kaffeepause stellt Prof. Dr. Hoffmann von der TU Berlin seine Arbeitsgruppe für Glaswerkstoffe mit äußerst interessanten Forschungsfeldern vor. Der anwesende Vorsitzende des VDG, Konstantin Kraft, stellt den Verband Deutscher Glasbläser ausführlich vor und berichtet über zurückliegende und zukünftige Verbands-Aktivitäten. Im Anschluss erläuterte Jörg Döhring, Webmaster des VDG, das Forum und andere Funktionen der VDG-Internetseite in „ leicht-lockerer“ Art.
Wiebke Matthes, Berufspraktikantin der TU Berlin, berichtet über ihre Gesellenausbildung zum Glasapparatebauer an der Glasfachschule Zwiesel. Wir gewinnen dadurch einen Einblick in den schulischen Alltag.Viele Gespräche um Fertigungsprobleme sowie Verabredungen zu kleinen Workshops ergaben sich, bis dieses Treffen am Abend dann um ca. 20.00 Uhr langsam endete.
Mein positives Fazit : ich werte es als Auftrag, den Wunsch der Teilnehmer für ein sich jährlich wiederholendes Seminar in Berlin umzusetzen.
Norbert Zielinski, Vizepräsident des VDG
e-mail allgemein:
· e-mail an webmaster: ![]()
Inhaltsübersicht · Link-Hinweise (Disclaimer)