Rückblick:VDG - Fortbildungsseminar in Uslar-Volpriehausenvom 30.09.-02.10.01Fortbildung ist auch in einem Handwerksberuf die Voraussetzung für Erfolg und Bestand im Berufsalltag. Das Fortbildungsangebot im Beruf Glasapparatebau ist sehr begrenzt. Das alle zwei Jahre stattfindende VDG - Fortbildungsseminar findet aus diesem Grund bei Berufsanfänger und alten "Fachhasen" gleichermaßen guten Anklang. Im Laufe des Sonntags, den 30.09.01 traf der Großteil der 211 gemeldeten Tagungs- und Fortbildungsteilnehmer in Volpriehausen ein. Volpriehausen ist ein kleiner Ort ca. 8 km von Uslar und ca. 30 km von Göttingen entfernt. Programmpunkt am ersten Abend war die Begrüßung durch den Vorsitzenden des VDG, Herrn R. Reeb. Der Gastgeber Herr D. Schwarz stellte das Landhotel am Rothenberg vor und hieß die Gäste willkommen. Beim anschließenden Abendessen entstand schnell eine gesellige Unterhaltung. Bereits hier fand eine "Fortbildung" statt. Fachliche Fragen, die teilweise seit Monaten unbeantwortet waren, wurden in kleinen Gruppen bei einem Getränk diskutiert und gelöst. Manch Tagungsteilnehmer behauptet sogar, diese informellen Gespräche und Unterhaltungen haben den gleichen Stellenwert wie das offizielle Programm. Am folgenden Montag hieß es früh aufstehen denn um 8:00 Uhr standen die Busse bereit. In drei Gruppen eingeteilt besichtigten die Tagungsteilnehmer die Firmen Schott DESAG - Grünenplan, Schott AUER - Bad Gandersheim und das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt - Göttingen. Der Weg der Gruppe Schott DESAG führte nach Grünenplan, einem Ort an dem schon zu Zeiten der fürstlichen Herrschaft eine Spiegel- und Glasfertigung bestand. Zwei kleine Glasmuseen zeugen von der Glasvergangenheit in Grünenplan. Die Gruppe Schott - Desag besichtigte das Museum Glasmacherhaus und das Erich - Mäder - Glasmuseum, so dass die Besucher einen Einblick in die Historie von Grünenplan und der Firma erhielten. Mit 111,3 Mio. EURO Umsatzerlös 1999/2000 ist Schott DESAG heute ein führender Glashersteller der Geschäftsbereiche Brille, Autospiegel, Technisches Glas und Entspiegeltes Glas. Die zweite Gruppe besuchte Schott AUER. Carl Auer war einer der Stammväter von Schott AUER. Durch seine Erfindung des Glühstrumpf 1885 und der Verbesserung der Kohlefadenglühlampe durch die metallische Glühwendel im Jahr 1902 entstand in Thüringen ein leistungsfähiger Betrieb. 1948 verlagerte sich der Betrieb in den Westen, nach Bad Gandersheim. Die Produktpalette hat sich in dieser langen Firmengeschichte verändert. Heute fertigt Schott AUER Reflektoren für Lampen im Home - Bereich, Dekoration, Film, Fernsehen und Bühne, sowie für OP-Leuchten und Zahnarztleuchten. Hergestellt werden ferner Stufen/Vorsatz-Linsen, Sichtfenster/Schaugläser, Melkbehälter und Reflektoren für Daten/Video-Projektion. Eine dritte Gruppe hatte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Göttingen zum Ziel. Das DLR ist eine Forschungsgruppe mit 30 Instituten an 8 Standorten. Mit 4.500 Mitarbeitern und 700 Millionen DM Etat werden die Forschungsbereiche Luft- und Raumfahrt, Energie und deren Technologietransfer für marktfähige Produkte erforscht. Neben dieser Forschung ist die DLR Dienstleister für viele Industriebetriebe.
Der Abschluss der VDG - Tagung 2001 bildete die Mitgliederversammlung. Über diesen Programmpunkt wird in den VDG - Nachrichten an anderer Stelle noch ausführlich berichtet. Bericht aus dem Beirat |