Rückblick auf das Europäische Glasbläser Symposium 2007

Die Idee des VDG-Präsidenten Konstantin Kraft, ein Symposium mit einer internationalen Teilnahme ins Leben zu
 rufen, entstand in England auf einem Symposium des BSSG mit Ian Pearson. Schon hier hat der ZNVG aus den
 Niederlanden seine aktive Unterstützung für dieses Anliegen signalisiert.
Hier der Kreis der Hauptverantwortlichen:


Bert Schepers/NL, Thom Hanselaar/NL, Anja Reynolds/D Konstantin Kraft/D, Peter Schweifel/D,  
Claudia Zielinski/D, Ad Frunt/NL,  Sie nahmen ab Anfang 2006 ihre aktive Arbeit auf.

Die Firmen Louwers/NL und Pulles & Hanique / NL gaben als erste Sponsoren die wirtschaftliche Initialzündung
für die Vorbereitungen. Auch die Unterstützung durch die Firmen Arnold Gruppe, TGK und GVB aus
Deutschland kann nicht hoch genug gewürdigt werden.

Schon das Wort europäisch wird der Bedeutung dieser Veranstaltung nicht gerecht. Ca. 500 Besucher aus allen
Teilen der Erde reisten für drei Tage nach Veldhoven /NL um an der bisher größten Weiterbildungs- und
Leistungsschau des Glasbläserhandwerks teilzunehmen.


Die Teilnehmer aus Neuseeland hatten die längste Anreise in Kauf genommen um ihre Fertigkeiten zu
verbessern und den Austausch mit den europäischen Kollegen zu pflegen. Aber auch Teilnehmer aus
Südafrika, Nigeria, Indonesien oder Uruguay nahmen die beschwerliche Reise auf sich um die
Arbeitsweisen ihrer Kollegen in Europa kennen zu lernen. Mehr als 50 Aktivisten zeigten in
unterschiedlichen Workshops ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten vom künstlerischen Glasblasen bis hin zum
wissenschaftlichen Gerätebau.


35 Aussteller, überwiegend aus Europa, aber auch aus Indien, rundeten mit der Präsentation ihrer Produkte diese
Veranstaltung ab. Parallel zu der Leistungsschau liefen 22 hochinteressante Vorträge rund um das Glas und dessen
Verarbeitung, die historische Entwicklung und die Zukunft des sich inzwischen zum Hightech-Material entwickelten
Werkstoff Glas, Bedeutung des Glases und der Glasbläser für die wissenschaftliche Entwicklung, aber auch die
Themen Arbeitssicherheit hatten einen wichtigen Stellenwert.
 
Eine besondere Erwähnung verdienen die sechs Glasfachschulen:

Leidse instrumentmakers School/NL, Kramsach Glasfachschule/AT,
Staatl. Glasfachschule Zwiesel/D, Staatl. Berufsschulzentrum Ilmenau/D,
Staatl. Berufsbildende-Schule Sonneberg/D, Staatl. Glasfachschule Hadamar/D,
Glasfachschule Wertheim/D,
die mit vielen Auszubildenden anreisten, die aktiv an der Gestaltung der Workshops mitarbeiteten. Durch die Art,
wie die jungen Kollegen sich gegenseitig beflügelten, wurde der Gründergeist des VDG in besonderer Weise
deutlich.

Die Glasfachschule Ilmenau                                                            Der offene Workshop

 


Besondere Erwähnung verdient der Workshop mit Dinner, an dem sich nicht nur die Kollegen am Buffet, sondern
auch um die freien Brenner drängten. Peter Schweifel musste die Kollegen einteilen, damit jeder die Möglichkeit
bekam, am Workshop teilzunehmen.
Ein besonderer Ausklang fand am Freitagabend durch den feierlichen Bankettabend statt, bei dem die Glasprinzessin
 aus Lauscha einen ehrenvollen Auftritt und große internationale Aufmerksamkeit genießen konnte. Mit ihr wurde
auch der Tanzboden eröffnet.



Ad Frunt, der Vorsitzende des ZNVG, durfte als erster mit ihr das Tanzbein schwingen. Die internationalen
Teilnehmer des Festbanketts tauschten sich in launiger Stimmung trotz aller Sprachbarrieren intensiv untereinander
aus.

Den Schluss der Veranstaltung übernahm Ian Pearson, Vorsitzender des BSSG, und startete die Charity-Auktion.
In seiner launigen Art gelang es ihm, den Teilnehmern die Summe von 1.200,00 € für einen guten Zweck aus der
Tasche zu ziehen.


Am Samstag war noch einmal die besonders positive Stimmung der Teilnehmer zu spüren. Die Teilnehmer, die sich
von uns Aktivisten verabschiedeten lobten die Gesamtveranstaltung als besonders gelungenes Event.

Am späten Nachmittag, nachdem die Halle freigeräumt war, trafen wir uns zum Abschluss mit den niederländischen
Kollegen und konnten geimeinsam ein positives Resümee ziehen.


Als wir am Abend mit der letzten Gruppe der US-amerikanischen Teilnehmern den Abschied feierten, wurde
nochmals deutlich, dass das Umsetzen des offenen Workshops, den wir bei unserem Besuch in Chicago 2005
kennen lernten, hier in Europa hervorragend gelungen ist.

Norbert Zielinski

Fotos: T. van den Oetelaar, R. August, H. Katz,  A. Mankel, N. Zielinski

 

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