Eine erfolgreiche HerausforderungNun von QVF: das weltumspannende Glassystem mit CE-ZeichenHerausforderung des Marktes für den GlasanlagenbauDie Internationalisierung der chemischen und pharmazeutischen Industrie erfordert weltweite Präsenz und Service des Apparatelieferanten sowie ein in allen Erdteilen verfügbares Lieferprogramm. Die Schnelllebigkeit der chemischen und pharmazeutischen Produkte macht eine schnelle Anpassung der Produktionsanlagen an neue Gegebenheiten ohne Kompatibilitätsprobleme notwendig. Unternehmen möchten für einen lokalen Markt lokal produzieren und gleichzeitig den hohen Standard ihrer Produkte garantieren. Dies erfordert eine gleichbleibend hohe Qualität der Produktionsanlagen und für den Glasapparatebau die Entwicklung und Bereitstellung eines einheitlichen World Product Range (WPR) als weltweit und universell verwendbarem Baukastensystem.
Leitlinien der Produktentwicklung
Hochwertige TechnikDie oberste Maxime ist die Forderung nach dem technisch besten Produkt, um die Sicherheit und Funktionalität der Apparate und Anlagen zu gewährleisten. KompatibilitätDie Langlebigkeit der Glasinstallationen macht es erforderlich, die Kompatibilität zu den bestehenden Systemen so weit wie möglich zu erhalten. Bei jeder Entscheidung muss die Auswirkung für die bestehenden Systeme explizit beurteilt werden. LagerhaltungEin Glas-Baukastensystem lebt von der lagerhaltigen Verfügbarkeit. Das WPR2002 gewährleistet höchste Funktionalität bei geringster Lagerhaltung. Grundsätzliche EntscheidungenGlasapparate sind heute nicht mehr vergrößerte Laborapparaturen, sondern vollwertig in den Produktionsprozess eingegliederte Anlagen, die nicht nur den gültigen Regeln der Technik, sondern auch dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis der Anwender gerecht werden müssen.
Langzeitversuche mit Natronlauge, die bekanntlich in höherer Konzentration und bei erhöhter Temperatur Glas angreift, haben gezeigt, dass das bekannte "Ausblühen" an den Verbindungen beim Sicherheitsplanflansch unterbunden wird. Neben der erhöhten Sicherheit ist für den Anwender der Aspekt der Reinigung, besonders in Bezug auf den GMP-Anlagenbau, von besonderer Bedeutung. Zusammen mit der speziellen GMP-Dichtung, die mittels Zentrierung in der Nut und an der Schulter die Abdichtung am Innendurchmesser gestattet, bietet der Sicherheitsplanflansch in mindestens 5° geneigten Rohrleitungen eine todraumfreie Verbindung. CE - KennzeichnungDie bisherigen Grundlagen für die Berechnung und Auslegung von Glasapparaten war die deutsche Druckbehälterverordnung und die entsprechenden Abschnitte der AD - Merkblätter, speziell AD-N4. Im Zuge der Harmonisierung in der EU ist die Druckbehälterverordnung in die Europäische Druckgeräterichtlinie 97/23/EG übergegangen. Diese schreibt vor, dass spätestens ab Mai 2002 alle Glasapparate nach dieser neuen Europa-Norm ausgeführt werden müssen. Ab diesem Zeitpunkt ist es Pflicht, alle Glasbauteile ab der Nennweite DN 25 und ab einem zulässigen Druck von 0,5 bar mit dem CE - Kennzeichen zu versehen. Das WPR2002 nimmt diese Entwicklung vorweg. Alle Bauteile entsprechen der neuen Norm und sind mit dem CE - Zeichen und der Akkreditierungsnummer der "benannten Stelle" gekennzeichnet.
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Ableitfähige BeschichtungUm den Einsatz von beschichteten Glasbauteilen in der Ex-Zone 1 ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen und Einschränkungen zu ermöglichen, wurden die Beschichtungen Sectrans und GFP (Glasfaser-Polyester) in ableitfähiger Version entwickelt. Dabei wird eine zusätzliche transparente Polymerschicht aufgebracht, die eine schwach blaue Einfärbung erzeugt. Diese zusätzliche Beschichtung ist abriebfest und gegenüber den im Glasapparatebau üblichen Temperaturen beständig. |
Der Oberflächenwiderstand liegt bei 107 Ω, so dass eine nicht aufladbare Oberfläche vorliegt, auf der eine Ladungsableitung möglich ist und damit beim Einsatz in der Zone 1 keine Schutzmaßnahmen erforderlich sind. Diese Aussagen beziehen sich auf die Betrachtung von Apparaten ohne Aufladung durch innere Prozesse, für derartige Anwendungsfälle stehen andere Lösungen zur Verfügung.
Eine der verbreitetsten Anlagen im Glasapparatebau ist die Reaktionsapparatur. Durch die Zugehörigkeit zur De Dietrich Process Systems Gruppe hat QVF einen Stahl-Emaille-Unterkessel für den GMP-Anlagenbau entwickelt. Mit dem Blockflansch, einem todraumarmen Bodenablassventil und dem wahlweise angeschweißten Edelstahl-Isoliermantel ist dieser Kessel die Grundlage für der Standardbaureihe der GMP-Reaktionsapparaturen.
Die bereits im ehemaligen Schott-Programm enthaltene DURAPACK®, eine geordnete Stoffaustauschpackung aus Glas in verschmolzener Ausführung, konnte in ihrer Wirksamkeit weiterentwickelt werden. Durch die Veränderung der Plattengeometrie können die bisher nur durch das Aufbringen von aufrauendem Glasmaterial auf die Oberfläche erreichbaren Leistungen heute mit einer in der Oberfläche durchgängig glatten und damit leichter reinigbaren Packung gewährleistet werden. Eine verbesserte Randabdichtung macht die Verwendung von Spezial-Kolonnenrohren für den Einbau der Packungen überflüssig. Mit den Tragböden und Verteilern aus Stahl/Emaille und PTFE können emaillierte Kolonnen bis zu Durchmessern von über 2 Metern mit DURAPACK® bestückt werden.